Dum Angum IIDas Bergwerk
Die Miene hat zwei Solen (Ebenen), die hohe und die tiefe Sole, auf denen Erz abgebaut wurde. Der Spur des Metalls folgend entstanden niedrige Kammern, wo zuvor reiche Adern ausgebeutet wurden, und ein System verzweigter Stollen, wo das Metall in langen Strecken das Gestein durchzog. In den ersten Jahren der Miene gab es zwei Durchbrüche von der hohen auf die tiefe Sole, auf der Karte die Felsabbrüche direkt westlich der Höhle der Felsenschrecken (M2). In den Wochen vor der Belagerung der Miene durch die Söldner Truppen der Malsague kam es zu mehreren kleinen Erdstössen, in deren Folge Teile des mit der Zeit ausgeweiteten Mienensystems einstürzten. Diese Einsturzstellen legten Verbindungen zu tiefer gelegenen, natürlichen Höhlen frei.
Während der nordwestliche Einbruch in eine große natürliche Höhle führte, von der ein geräumiger Gang scheinbar endlos tiefer ins Gestein führte, trafen die Zwerge im Norden und Nordosten auf einen Stamm Höhlenschrate, die in tief im hohen Kamm gelegenen Höhlen leben.
In der zweiten Nacht der Belagerung, Bain "Eisenfaust" und die seinen hatten noch trotzig über die lächerlichen Versuche der Menschen ihre Miene einzunehmen gelacht, wurden die Wächter am Mieneneingang von düsteren Schrecken, die aus den Felsen wuchsen, heimgesucht.
Irgendwann begannen die verbleibenden Krieger, erschöpft und fast starr vor Anspannung und Furcht, vorwärts zu stürzen so schnell sie konnten. Sie hofften irgendwie zu den Höhlenschraten zu gelangen.Doch fanden sie sich plötzlich in der Höhle des nordwestlichsten Durchbruchs wieder. Diese war jedoch nicht mehr leer, wie zuvor.
Liste der Örtlichkeiten
Der Eingang der Miene, liegt gut sieben Schritt nürdlich der Hallen der Zwerge, und rund acht Schritt tiefer. Die Hallen sind mit dem Mieneneingang durch einen steil nach unten führenden Gang verbunden. Der Mieneneingang ist eine gut sieben Schritt durchmessende Kammer mit gut zweieinhalb Meter hoher Decke, in deren Mitte eine Steinsäule stehen gelassen wurde. Drei breite Tunnel, jeder knapp sechs Fuß hoch, führen von hier auf die Solen der Miene. Die Tunnel im Norden und Osten führen auf die tiefe, der Tunnel im Westen auf die Hohe Sole. An den Wänden sind eiserne Fackelhalter angebracht, in denen teilweise heruntergrebrannte Scheite staken. Neben dem Tunnel im Norden steht östlich ein grobes Regal, in dem Säcke, rostige Werkzeugstücke und ähnliches liegt, westlich zwei einfache Bretterkisten, in den sich Keile, rostige Eisenstangen und Haken, Ziegenlederbeutel etc. finden.
Der Tunnel der vom Mieneneingang (M1) in diese Kammer führt, ist äußerst steil und unwegsam. Fünf weitere Stollen gehen von hier auf die tiefe Sole ab. Im Geröll und Gesteinsstaub liegen vereinzelt abgerissene Rüstungsteile, hin und wieder Knochen, zerissene Kleidungsstücke oder zerbrochene Waffen. In den Felswänden dieser Kammer lauert tödliches Unheil auf alle die unvorbereitet die Mienen betreten. Der Raum ist die Heimstatt der Felsenschrecken, menschenähnlicher Fabelwesen halb aus Fleisch halb aus Stein, die sich in massivem Gestein verbergen können. Die Felsenschrecken kamen im Gefolge des Kerkerwurms aus den Tiefen des hohen Kamms gekrochen und haben in einer unheilvollen Allianz Besitz von der Miene ergriffen.
Nach dem steil über vier Schritt ansteigenden Tunnel vom Mieneneingang (M1) beginnt hier die hohe Sole und das Reich von Nikodemus, dem Kobold. Dieser kaltherzige und verschlagene Bewohner der Dämmerwelt trat, knapp ein Jahr vor der Belagerung der Miene, durch Zufall an diesem Ort ins Diesseits über. Er versteckte sich auf der hohen Sole vor den Zwergen, beobachtete sie aus der Dunkelheit, und stahl ihnen ab und an wertvolle kleine Dinge, wenn sich die Gelegenheit ergab. Mit den sich überstürzenden Ereignissen, die zur Vertreibung der Zwerge führten, ersann Nikodemus einen perfiden Plan, um in dieser wie seiner eigenen Welt zu Macht und Reichtum zu kommen. So schlug er dem Kerkerwurm ein Bündnis zu beiderseitigem Nutzen vor, und versklavte, mit Hilfe dessen treuer Gefolgsleute, den Felsenschrecken, einen Großteil der Höhlenschrate, und zwang sie fort an in einem Teil der tiefen Sole nach Silber zu graben.
In diesem abgelegenen Teil der hohen Sole hat sich Nikodemus vor langer Zeit schon ein Lager eingerichtet. Die Kammer ist besonders niedrig, gerade mal vier Fuß hoch, und es gibt hier ein Lager aus Stoffetzen und alten Säcken, eine Feuerstelle, und einen Haufen Gerümpel (d.h. Dingen wie ein kupferner Wasserkessel, eine Zinndose, altes Lederzeug, löchrige Stiefel, etc.). In die Südwestwand ist ein eiserner Haken getrieben. Daran hängt eine Laterne aus gehämmerter Bronze, und ein Schlüsselbund mit den Schlüsselnfür die Ketten der gefangenen Höhlenschrate (M5).
In diesem engen, niedrigen Stollen sind aneinander gekettete Höhlenschrate eingepfercht. Die Felsenschrecken, von denen immer zwei in den umliegenden Gängen Wache halten, haben unter Führung des Kobolds Nikodemus die Höhlenschrate gefangen genommen, und lassen sie nun in zwei Schichten im aktiven Teil der Miene nach Erz schürfen. Die Schicht die gerade "Pause" hat wird hier gefangen gehalten.
Der Tunnel, der nach Norden hin aus der Höhle führt, windet sich schier endlos hinab in die Tiefen des hohen Kamms. Aus den Kammern tief unter der Erde ist, geweckt durch die Erdstöße, ein Kerkerwurm hervor gekrochen, ein, auf zwei mächtigen Krallenfüßen dahin robbender, niederer Verwandter der Kaltdrachen, mit Schlangen gleichem, dick bauchigem, schuppigem Körper. Seine Schergen, die Felsenschrecken vertrieben die Zwerge, und er selbst tötete Bain und all die, die sich ihm entgegen zu stellen suchten. Alle, die seit diesen Tagen geschickt wurden, fanden letztlich ihren Tod durch ihn. Durch das Bündnis mit Nikodemus erfreut sich der Kerkerwurm an immer neuem Silber, und sitzt selbstgerecht und zufrieden auf seinem Hort aus, von den Zwergen erbeuteten, Schätzen, dem Hab und Gut der törichten Abenteurer, die es wagten ihn heraus zu fordern, und dem Erz aus den Händen der Höhlenschrate, die er seit Jahren zum Fressen gern hat.
Die Decke dieser natürlich entstandenen Höhle erstreckt sich in 6 Schritt Höhe über dem Boden. Zwei Felssäulen ragen im Zentrum des Raums auf, an der Nordwestwand erhebt sich ein drei Schritt hoher Felsabsatz. Von dem Felsenabsatz im Süden führt ein kurzer Gang zur Behausung des Schamanen der Schrate. Im Südosten haben die Erschütterungen des Bebens einen Teil der Wand einstürzen lassen, und eine Verbindung zu dem darüberliegenden Zwergenstollen geschaffen. Über die steil aufgetürmten Gesteinstrümmer erreicht man den Stolleneingang in vier Schritt Höhe. An der Westwand verdeckt ein Vorhang aus grober Wolle einen kurzen Gang, der in die Höhle des Häuptlings (M8) führt. An der Nordwand ist ein weiterer Gang der an der Wasserstelle der Schrate endet. Die Höhle ist der Hauptraum der Schrate, hier finden die meisten der Gemeinschaftsaktivitäten statt. Es halten sich zu jeder Zeit ein paar bis zu einem Dutzend Schrate in der Höhle auf, die mit alltäglichen Verrichtungen (Kochen, handwerkliche Tätigkeiten, etc.) beschäftigt sind. Morgens und Abends speisen alle Schrate des Clans gemeinschaftlich in der Höhle, und zu Festen oder rituellen Versammlungen halten sie ebenfalls alle in der grossen Höhle auf. Bis auf seltene Ausnahmen sehen die Schrate ihren Schamanen nur wenn er von dem Felsabsatz herab seine Visionen und Träume verkündet. Sein Essen wird ihm vor dem Beginn der Mahlzeiten hinaufgereicht.
Die gewundene Felskammer hat eine knapp zwei Schritt hohe Decke, und ist behaglich mit Wolldecken und Tierfellen ausgestattet, die an den Wänden hängen oder auf dem Boden ausgelegt sind. An der Ostwand sind Tonkrüge und Schalen aufgereiht, die mit Eßbarem verschiedener Art (Obst, Körner, Wurzeln, etc.) gefüllt sind. Im Osten steht eine lange und schmale Holztruhe, die mit einem rostigen, eisernen Schloss gesichert ist. Hier bewahrt der Häuptling der Schrate alles auf was ihm von höherem Wert erscheint. Den Schlüssel zu dem Schloss trägt er an einem Band aus Feenhaaren um seinen Hals. Im Süden verdeckt ein weiterer Wollvorhang eine geräumige Felsnische, die mit Decken, Blättern und Stroh zur Bettstatt des Häuptlings zurecht gemacht ist.
Dieser, durch eine Geheimtür verborgene, schmale Gang, der steil abfallend immer tiefer durch den Fels des hohen Kamms in südliche Richtung führt, beginnt in den Hallen der Zwerge (H4) und endet an einem gut versteckten Ausgang am südlichen Fuß der Hügelkette. Der Gang entstand während der ersten Grabungen während der Gründung der Miene. Mit dem weiteren Mienenausbau wurde der Gang zu einem geheimen Versorgungs- und Fluchttunnel ausgebaut.
Diese spärlich eingerichtete Höhle ist die Behausung des Schamanen der Höhlenschrate. Die Eingänge im Norden und Süden der Höhle sind mit dunklen, einfach gearbeiteten Wollvorhängen verhängt. Neben dem südlichen Eingang ist aus Zweigen, Stroh und einigen Decken eine einfache Bettstatt errichtet. In der Mitte der Kammer ist eine kleine Feuerstelle im Boden eingelassen, an der Ostwand steht eine einfache Tonschale voller Wasser. An der Nordwand der Kammer steht eine einfache Holzkiste ohne Schloss. In der Kiste bewahrt der Schamane seine Ritualwerkzeuge und Gewänder auf, ebenso wie einige einfache Heilkräuter und andere Heilmittel. Die Gegenstände werden seit Generationen von Schamane zu Schamane weitergegeben. Aus diesem Grund wird die Kiste und ihr Inhalt von den Geistern der verstorbenen Vorgängern des jetzigen Schamanen beschützt.
In dieser Höhle halten zu jederzeit zwei der kräftigeren Schrate aufmerksam Wache. Eine der Wachen ruht auf der Lagerstatt im Westen, während die andere an der Feuerstelle sitzt. Die Wachen nehmen ihre Arbeit nach dem Auftauchen des Kerkerwurms und der Versklavung einiger Höhlenschrate besonders ernst. Bemerken die Wächter Eindringlinge, so alarmiert einer von Ihnen den Häuptling und den Schamanen, während der andere Wächter die anderen Höhlenschrate warnt.
In dieser engen Höhle mit hoher Decke befindet sich das Heiligtum der Schrate. Im Süden der Höhle steht eine hölzerne Skulptur, die mit verschlungenen Formen eine von Tieren und Pflanzen umrankte Frauengestalt darstellt. Vor der Skulptur ist ein hölzerner Altar errichtet, vor diesem ist eine niedrige Feuerschale aufgestellt, in der zu jeder Tageszeit verschieden Kräuter zu Ehren der Göttin abgebrannt werden, wodurch die Höhle immer mit schwerem, beissendem Rauch gefüllt ist. Ein schmaler, steiler Gang führt im Osten in die Behausung des Schamanen. Im Norden der Kammer führt ein enger Durchbruch zum Ufer des unterirdischen Flusses, der die Wasserstelle der Höhlenschrate speißt.
In dieser niedrigen Höhle sind dicht gedrängt mehrere Schlafstätten um eine Feuerstelle herum errichtet. Hier schlafen die Mütter und die Kinder des Stammes. Die Versklavung ihrer Stammesbrüder- und Schwestern und die Angriffe der Felsenschrecken überzeugten die Schrate davon, ihre Kinder und deren Mütter (alle verbleibenden Frauen des Stammes) in der am besten zu verteidigenden Höhle unter zu bringen.
Die hohe Decke dieser Höhle wird von zwei schmalen Steinsäulen getragen. Im Norden führt ein Felsabsatz westlich an der Wand entlang bis zu Durchgang zum Wachraum und dem Eingang zum Frauenschlafraum. Östlich des Absatzes ist ein breiterer Gang nach Norden, kreuzt in einer kleinen Höhle noch einmal den unterirdischen Fluß der Wasserstelle, um dann weiter durch den Fels zu einem Ausgang an der Nordseite der Hügelkette zu führen. Im Osten der Höhle ist ein niedriger Felsengang, der zum Lagerraum des Stammes führt. Im Süden haben die Erdstösse, wie in der grossen Höhle (M7), einen Durchgang zu einem der Stollen der tiefen Sole der Zwergenmiene freigelegt. Zu dem sechs Schritt über dem Höhlenboden gelegenen Durchbruch gelangt man nur über einen von den Schraten steil aufgehäuften Abhang aus Gesteinstrümmern. Tagsüber hält sich selten einer der Schrate in der Höhle auf, da die hier Schlafenden zu dieser Zeit ausserhalb der Höhlen auf Nahrungssuche sind oder sich in der grossen Höhle aufhalten.
Diese geräumige Höhle mit hoher Decke war vor dem Einfall der Schrecken der Hauptschlafraum des Stammes. Seit dem zogen sich die Schrate tiefer in das Höhlensystem zurück und nutzen die Höhle nur noch als Lagerraum für Lebensmittel, Werkzeuge, etc. Neben verschiedenen Beuteln, irdenen Gefäßen und Holzkisten in denen Gemüse, Obst, Kräuter und andere Nahrungsmittel gelagert werden, bewahren die Höhlenschrate hier Feuerholz, Weidenzweige für das Korbflechten, Samen, und ähnliches auf.
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