Baumeister

Die Drachenburg

Sitz des Fürsten von Morghat

Drachenburg
Die Drachenburg erhebt sich auf dem roten Fels über Belgad und dem Tal des Flusses Welf. Von den Zinnen der Burg aus hat man an klaren Tagen einen überwältigenden Blick auf die Berge des Khâgs im Norden. Ein Steinwall umgrenzt die Stadt rundum, von der Burg bis zum Ufer der Welf, wo ein geschützter Hafen an der felsigen Uferböschung erbaut wurde. Zwei weitere Wälle grenzen die terrassenartig erbaute „Altstadt" und die „Oberstadt" nördlich des roten Felsen von der „Unterstadt" am unteren Hang des Hügels direkt am Flußufer ab.

Die Drachenburg hat eine ebenso alte wie stolze Geschichte. Obwohl die "offizielle" Gründung der Stadt Belgad auf das Jahr 89 Mz. datiert, hatten schon die ersten Menschen die das Tal der Welf heraufgekommen waren, auf dem roten Felsen eine kleine Festung errichtet. Die heutige Burg wurde jedoch im Wesentlichen vom Fürsten Aval von Morghat in den Jahren 126 bis 132 errichtet. Sie erhebt sich rund 15 Meter über den Dächern der Unterstadt auf dem Plateau des roten Felsen.
In Belgad ist man stolz, das die Drachenburg zu den wenigen großen Burgen gehört, die während der Orkkriege nicht erobert wurden. Von hier aus wurde die Wiedereroberung Donegens durch die Menschen organisiert.

Obwohl Belgad eine relativ reiche Stadt ist, und der Fürst von Morghat ein mächtiger Mann, erscheint die Burg recht klein und bescheiden. Welten trennen sie von der Prunkentfaltung am Hof des Königs, und den großen Burgen anderer Herscher. Dies entspringt einer bodenständigen Haltung der Fürsten von Morghat, die sie schon immer in besonderem Maße mit dem Volk verbunden haben.
Die Burg brannte im Jahr 907 aufgrund eines Unglücks fast vollständig nieder, und wurde darauf hin in leicht veränderter Form wiedererichten. Neue Gebäude kamen hinzu, und heute zeugt nur noch eine freistehende Mauer von den schrecklichen Feuer.


Keller und Gärten

Keller und Gärten
Vor den Toren der Burg befinden sich mehrere Gärten, die der Versorgung der Bewohner dienen. Der einzige Zugang zu den Gärten liegt zwischen dem äußeren und inneren Tor des Torhauses (E). Nach Süden hin fällt der Hang relativ sanft ab, und um so höher erheben sich die Mauern der Burg. An der Nordseite, die der Herankommende umrunden muß, um zum Torhaus zu gelangen, vereiteln steile Felsen jeden Versuch des Angriffs.

Der Burghof liegt etwa vier Meter über dem Nieveau der Gärten, und ist nur durch einen relativ steilen Tunnel zu erreichen, der wie das Torhaus, durch zwei hintereinander liegende Tore gesichert ist.
Ein Teil der Gebäude der Burg ist unterkellert. Hier werden die verschiedensten Waren für die Bedürfnisse der Burgbewohner aufbewahrt. Außerdem reicht der Boden des Verließes unter dem Hauptturm bis auf dieses Niveau herab.

  • A - Werkzeugkeller
    Hier beginnt der Keller unter dem alten Palast. Vom Hof aus gelangt man über eine steile Treppe in den fensterlosen Raum, der vor allem der Aufbewahrung von Werkzeug dient. Auch einige Fässer mit gepökeltem Fisch und Kraut stehen herum. Die Außenmauer der Burg ist hier am dicksten.
  • B - Weinkeller
    In diesem großen Gewölbe stehen Weinfässer in Reihen. Sie werden durch eine Falltür in der Decke herabgelassen. Am Hinteren Ende des Raumes befindet sich ein Flaschenregal. Hier gibt es, in der hinteren linken Ecke, eine Geheimtür.
  • C - Lebensmittel
    In diesem Keller werden die Lebensmittel aufbewahrt. Der Keller ist sehr Tief, und kann vom Hof aus über eine lange, gewinkelte Treppe erreicht werden. Wie im Weinkeller gibt es hier eine Falltür in der Decke, durch die schwere Säcke und Kisten aus und in die darüber liegende Küche gebracht werden können.
  • D - Verliess
    Der grausigste Raum der Burg liegt hinter dicken Mauern und besitzt weder Tür noch Fenster. Der bedauernswerte Delinquent wird an einem Seil herabgelassen (dabei sitzt er auf einem Stock wie auf einer Schaukel). Das Verließ wird nur selten genutzt. In der Regel werden Gefangene des Fürsten in den Kerkerturm der Stadt geworfen.
  • E - Torhaus
    Die Wachstube am äußeren Tor besitzt nur einen einzigen, hohen Raum mit einer Ballustrade an der Ostwand. Von Dort können Bogenschützen den Zugang überblicken. Die beiden Doppelflügeltore des Torhauses liegen wenige Meter hinereinander. Dazwischen liegt noch die Gartenpforte, die in den Untergarten führt.
  • 1 - Tunnel
    An der Burgmauer angekommen tritt man durch ein zweites Tor in einen fast 10 m langen Tunnel, der nach oben in den Burghof führt. Das obere Ende des Tunnels kann ebenfalls mit einerm Tor verschlossen werden, und dicht hinter dem unteren Tor läßt sich zusätzlich ein eisernes Fallgatter herunterlassen.
  • 2 - Zwinger
    Dieser Ummauerte Hof soll es Angreifern erschweren An das Tor zu gelangen, und sich dort festzusetzen. Der Weg steigt hier steil an
  • 3 - Untergarten
    Dies ist der ältere Teil des Gartens, in dem Gemüse und Beerenobst angebaut werden. Der Hang südlich und westlich der Gärten ist mit Büschen und Bäumen bewachsen, so das die Gartenmauern vom Tal aus nur teilweise zu sehen sind.
  • 4 - Obergarten
    Der Obergarten ist jünger als der Untergarten, und liegt etwas höher als jener. Hier wachsen Kräuter und Blumen. An der Pforte zum Untergarten liegt eine kleine, halbrunde Aussichtsplatform. Die Mauer ist dort auf der Innenseite nur niedrig und lädt zum Hinsetzen ein, fällt nach außen aber gut zweieinhalb Meter ab. Direkt an der Burgmauer befindet sich ein zweiter, abgeteilter Garten, dessen Pforte immer verschlossen ist. Angeblich werden hier magische Kräuter gezogen.
  • 5 - Brunnenschacht
    Der Schacht des Brunnes reicht im ganzen rund 25 Meter in die Tiefe, und ist in den nackten Fels geschlagen.
  • 6 - Alter Keller
    Dieser Raum befindet sich hinter einer Geheimtür. Außer dem Fürsten hat fast niemand Kenntniss von seiner Existenz, daher kann hier auch nicht berichtet werden, was sich darin befindet.


Erdgeschoss

Erdgeschoss
Durch den Tunnel betritt man den großen Burghof gegenüber den Ställen. Rechterhand endet der Hof an dem mächtigen, hohen Haupttum, während sich Links das steinernen Gebäude des alten Palasts im Süden und das Neuhaus im Norden neben den Ställen befindet. Zwischen diesen Gebäuden liegt der Brunnen, und dahinter fällt der Burghof nach Westen hin ab. Dort wächst Gras auf dem die Wäsche gebleicht wird, und hier steht auch eine große, alte Linde.

Der alte Palast ist ein massives steinernes Gemäuer aus dem 3. Jahrhundert, nur das Dach und die Böden sind neueren Datums, da das Gebäude in den Orkkriegen völlig ausbrannte. Der Westflügel des alten Palasts stürtzte dabei ein und wurde nie wieder aufgebaut. Nur die freistehende Südwand zeugt noch von seiner Existenz.
Im Erdgeschoss des alten Palastes befinden sich heute Teile der fürstlichen Administration. Vor den Orkkriegen war der alte Palast das Wohnhaus der Fürsten, und alle Verwaltungstätigkeit wurde in der Stadt geleistet. Mit dem Bau des Neuhauses aber zog der Fürst in die neuen, freundlicheren Räume des Fachwerkbaus, und die wichtigsten Beamten der Schatzhaltung zogen in das steinerne Gemäuer.

  • A - Amtsstube
    Hier arbeiten tagsüber die drei Ranghösten Beamten der Schatzhaltung, die wie die Schreiber jeden Morgen von der Stadt heraufkommen. Der Raum besitzt drei Fenster in der Nordwand, und eine Treppe in das Obergeschoss, aber keinen direkten Zugang zum Hof.
  • B - Schreibstube
    Hier sitzen die Schreiber und einige niedrigere Beamte (sie alle Wohnen in der Stadt und kommen nur Tagsüber). In die Westwand hat man vor einigen Jahren zwei Fenster gebrochen. Große Doppeltüren verbinden ihn mit dem Burghof und der Amtsstube der Schatzhalter.
  • C - Küche
    Die Küche ist der lebhafteste Raum der Burg, den ganzen Tag ist hier Betrieb, es wird gegessen und geschwätzt. Die Küche liegt einen guten halben Meter unter dem Niveau des Burghofes, und ist vom Hof aus über ein Treppchen mit niedrigen Stufen zu erreichen. Sie besitzt zahlreiche Fenster, und einen großen Ofen in der Nordwestecke, in dem auch Brot gebacken wird. Hinter den Fenstern in der Nordwand fallen steile Felsen über 10 Meter in die tiefe.
  • D - Stall
    In dem lang gezogenen, einstöckigen Gebäude stehen vor allem Pferde, aber auch ein paar Ziegen und Hühner. Am Ostende des über 20 Meter langen Raumes ist Stoh zu einem großen Haufen aufgetürmt. Der Dachboden über der Halle dient als Heuboden für die Winterfütterung.
  • E - Unterstand
    Ganz im Osten des Hofs, nördlich des Haupturms, befindet sich ein offener, überdachter Unterstand. Er dient keinem besonderen Zweck, und daher wird hier alles mögliche Gerümpel gelagert.
  • F - Waffenkammer
    Dieser Raum, dessen Eingang etwas versteckt hinter einer Treppe liegt, heißt zwar Waffenkammer, aber tatsächlich werden hier vor allen Dingen die Steuereinnahmen des Fürsten gehortet. Entsprechend massiv ist die Eingangstür, der einzige Zugang in den fensterlosen Raum.
  • G - Tempelhalle
    In diesem Teil der Burg befand sich vor den Orkkriegen die Küche und ihre Nebenräume. Doch nach dem Bau des Neuhauses wurde der Ort zu einem Tempel des Agni geweiht. Durch ein Triportal (drei nebeneinander liegende Pforten) gelangt man in die Vorhall
  • H - Heiligtum
    Im innersten des Agnitempels wird nicht nur eine heilige Flamme aufbewahr, hier lebt auch der Priester, und schläft in der Asche des Feuers, in unmittelbarer Nähe des Gottes.
  • I - Schmiede
    Hier befindet sich die Burgeigene Schmiede. Wie die traditionellen Langhäuser der Bauern besitzt sie einen Vorraum.
  • 1 - Eingangstor
    Ein runder Torbogen führt in den Tunnel zum Torhaus und den Gärten. Dieser Eingang kann mit zwei Doppelflügeln verschlossen werden, doch zumeist steht das Tor offen.
  • 2 - Treppe zur Wachstube
    Über eine gewinkelte Treppe gelangt man zur Wachstube im ersten Stock über dem Tunnel.
  • 3 - Kellertreppe
    Diese Treppe führt in den Werkzeugkeller.
  • 4 - Palasttreppe
    Über eine breite, repräsentative Steintreppe gelangt man in den ersten Stock des alten Palastes.
  • 5 - Brunnen
    An dem runden, überdachten Brunnen kann man mit einer Handkurbel Wasser heraufholen.
  • 6 - Westtum
    Der kleine, runde Raum besitzt zwei schmale Fenster und eine Tür auf den Wehrgang. Über eine Leiter kann man in das Obergeschoss des Turmes gelangen.
  • 7 - Wiese und Nordtreppe
    Der Westteil des Burghofes liegt etwas tiefer als der Rest und bietet Platz für Feste. Um den Stamm der alten Linde an der Nordseite der Wiese ist eine Bank gebaut, und westlich davon führt eine schmale Treppe auf den Wehrgang.
  • 8 - Kellertreppe
    Diese Treppe führt in den Lebensmittelkeller.
  • 9 - Herrentreppe
    Diese Doppeltreppe führt von rechts und links auf eine Plattform im ersten Stock, wo die Wohnräume des Fürsten liegen.
  • 10 - Gesindetreppe
    Eine hohe Treppe mit eisernem Geländer führt zu den Gesinderäumen im ersten Stock.
  • 11 - Wehrstiege
    Über eine finstere Treppe gelangt man vom Hof aus in einen schmalen Gang, der auf den Wehrgang um die Burgmauer führt.


Erster Stock

Obergeschosse
Rund um die Burg herum führt in Höhe des ersten Stocks ein schmaler Wehrgang, der nur im Norden, zwischen Neuhaus und Stall unterbrochen ist, dort wo der Fels auf dem die Burg errichtet wurde am steilsten in die Tiefe fällt. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf die Umgebung.
  • A - Amtstube des Fürsten
    In diesem Raum verichtet der Fürst heute seine Amtsgeschäfte. Nur zu Gerichtssitzungen begibt er sich in die Stadt. Eine Treppe führt ins Erdgeschoss zu den hohen Beamten. Der Raum besitzt drei Fenster in der Nord- und zwei in der Südwand. Ein Kamin in der Ostwand spendet Wärme und Licht. Der Raum kann nur aus dem Festsaal durch eine große Tür betreten werden.
  • B - Festsaal
    Eine breite Steintreppe führt vom Hof in die "Festsaal" genannte Halle herauf. Der Raum dient heute fast ausschließlich repräsentativen Zwecken, und bei Festen auf der Burg als Festsaal für die notablen Gäste.
  • C - Gemächer
    Hier im ersten Stock des Neuhauses wohnt der Fürst und seine Famillie. Nur das Fürstenpaar selber hat eine eigene Schlafkammer, und nur eine kleine Zahl von Dienern und Offizieren hat Zutritt zu diesen Räumen. Das Neuhaus ist im ganzen heller und freundlicher als der alte Palast, und es ist besser geheitzt.
  • D - Gesindestuben
    In diesem Teil der Burg befinden sich die Schlafstuben der Mägde, Knechte, Diener und Wachen. Alle Zimmer gehen auf einen Flur mit Fenstern zum Hof, und alle besitzen ein einzelnes, kleines Fenster nach draußen, gerade breit genug um ein wenig Luft und Sonnenlicht hereinzulassen.
    Eine schmale Treppe führt vom Hof hienauf auf den Flur, und ein schmaler Gang führt am Turm vorbei auf den Wehrgang auf der Burgmauer. Im ersten Zimmer schläft der Hauptmann der Burg, im zweiten Zofe und Kammerdiener des Fürstenpaares, gefolgt von Koch und Schmied und den beiden Zimmern der Mägde. Der hintere Teil des Flures ist etwas seperiert. hier liegen die Schlafräume der Wachen und der Knechte.
  • E - Wachstube
    Die Wachstube über dem Eingangstor ist Tag und Nacht besetzt. Von hieraus gelangt man ebenso schnell auf den Hof wie auf den Wehrgang auf der Mauer, Ein Kamin in der Westwand spendet nachts Licht und Wärme, und eine Winde an der Südwand erlaubt es, ein eisernes Fallgatter hinter dem äußeren Tor herab zu lassen.
  • 1 - Wehrtgang
    Der Wehrgang auf der Burgmauer führt fast ganz um die Burg herum. Er kann an vier stellen betreten werden: Über die "Nordtreppe" im Westteil des Burghofs, über die Wachkammer über dem Tunnel, über die Wehrstiege, und durch einen schmalen Gang der auf den Flur des Gesindehauses führt.
  • 2 - Wachkammer
    Diese Dunkle Kammer im Vorbau der Burg besitzt einen kleinen Kamin und einen schmalen Luftschacht nach draußen. Ein einzelner Bewaffneter kann hier den Zugang zum Turm sicher verteidigen.
  • 3 - Schlafkammer der Mägde
    Die fünf Mägde auf der Burg teilen sich zwei lange, schmale Zimmer
  • 4 - Schlafkammer der Knechte und Wachen
    Die acht Knechte auf der Burg, und die zwölf Mann ständige Besatzung der Wache teilen sich die beiden großen Zimmer am Ende des Flures.
  • 5 - Wehrstiege
    Ein schmaler Gang verbindet den Burghof mit dem Wehrgang.
  • 6 - Westturm
    Das obergeschoss des Turmes ist nur über eine Leiter aus dem darunter liegenden Stockwerk zu erreichen.


Turmstuben

Turmzimmer
Obwohl sich der Hauptturm über 20 Meter über den Burghof erhebt, besitzt er heute nur zwei Räume, vom Verließ einmal abgesehen. Die ursprünglichen fünf geschoße wurden nach dem Brand nicht wieder errichtet. Das untere Stockwerk liegt etwa 9 Meter über dem Hof, und kann nur über die Wachkammer erreicht werden. Mit einer Seilwinde, die an einem Querbalken befestigt ist, können von hieraus Gefangene in das Verliess herabgelassen werden. Eine steinerne Wendeltreppe führt an der Wand entlang nach oben. Nur ein halb improvisiertes Holzgeländer sichert den Aufstieg zur Decke in 12 Metern Höhe!

Aus dem unheimlichen Schacht heraus betritt man die Wachkammer des Turmes, die von den Wachen des Fürsten erstaunlich gemütlich eingerichtet wurde. Der niedrige Raum besitzt verschließbare Fenster in alle vier Himmelsrichtungen und einen kleinen Lehmofen. Über eine Leiter gelangt man zur Turmhaube, dem Dachstuhl und der der runden Turmspitze.