Akademie

Gelehrter

Exkurs über Monster

In der Stube des Gelehrten findest Du eine kleine Auswahl typischer "Monster" Ereas. Außerdem Hinweise zur Bestimmung von Monsterklasse und Monsterwert, und einige grundsätzliche Überlegungen zum Einsatz von Monstern und NSC's in Fantasy Rollenspielen.

Einsatzleitung

Natürlich ist der Erzähler immer frei, sich beliebige Monster auszudenken. Unserer Meinung nach sollten besondere Kreaturen aber sparsam und sorgfältig eingesetzt werden. Die Begegnung mit einem Drache ist natürlich ein schöner Höhepunkt für eine Campagne, aber sicher keine alltägliche Begebenheit. Umgekehrt können natürlich hinter jeder Ecke agressive Ratten lauern, aber auf die Dauer wird das ziemlich Langweilig. Was also stattdessen tun?

Alter Kämpe oder Troll?
Die Lösung heißt NSC und "realistische" Rollenspiel. Ein NSC ist ein Nicht-Spieler-Character, und "realistisch" heißt in diesem Zusammenhang möglichst viele glaubwürdige Gegner einzusetzen und die Skeletthorden und "Betrachter" in der Mottenkiste zu lassen.
Am Hofe eines Fürsten wird man sicher auf viele Wachen stoßen, und in einem Räuberlager auf Räuber. Aber nur selten werden die Wächter des Fürsten Steingolems sein, und die Räuber werden kaum ein Heer von Gargylen in ihren Reihen dulden.

Das ist natürlich eine Geschmacksfrage, aber wir meinen weniger ist mehr! Wenn sich der Erzähler nämlich vom Zwang befreit immer neue und ausgefallenere Monster auf den Tisch bringen zu müssen, ist der Weg frei für den systematischen Einsatz von NSC's. Ein schuftiger Bügermeister, ein versteckter Schatz eines toten, reichen Bauern und ein netter aber hilfloser Erbe geben mindestens so viel Spannung her wie das hundertste Friedhofzombieknochenmassaker. (Wer einfach auf Friedhofzombieknochenmassaker steht der sollte vielleicht eher "Vampire" spielen).
In der "Suche nach dem verlorenen Schatz" Variante braucht es nur einige Gehilfen des Bürgemeisters, und allenfalls ein Rudel Wölfe, um die Reisenden davon abzuhalten völlig in die Irre zu gehen. Natürlich kann man den Geist des toten Bauern auftreten lassen, als Endmonster zum Beispiel, oder als Tipgeber, wenn die Spielergruppe gar nicht mehr weiter weis. Man kann es aber ebensogut bleiben lassen, und wahre Meisterschaft des Erzählers zeigt sich dann, wenn ganz ohne Gruseleffekte eine fesselnde Geschichte zustande kommt.

Auf Albernheiten wie den "Betrachter" sollte man bei Câmelot jedenfalls verzichten, da gibt es schon ein anderes Spiel...

Mokl und Mowe

Basis für die vergabe von Erfahrungspunkten nach Kämpfen ist die Monsterklasse (Mokl) der überwundenen Gegner. Natürlich haben auch NSC's eine Monsterklasse, und es ist ganz interessant für den Erzähler, die Monsterklasse der einzelnen Reisenden zu bestimmen. Die Mokl gibt einen (groben) Anhaltspunkt, wie gefährlich eine Person bzw. ein Monster ist, und berechnet sich folgendermaßen:

Mokl = (A*V) +5*(Wk + Rs) + Lk

Als Richtwert für den Monsterwert (Mowe), d.h. die Erfahrungspunkte die ein Reisender für die Überwindung eines Gegners erhält, gilt: Der Monsterwert (Mowe) liegt zwischen der einfachen und der doppelten Monsterklasse (Mokl), und orientiert sich an der Bedeutung des Monsters für das Spiel. Für dekoratives Kleinvieh (Ratten, Schleimmonster, etc.) sollte generell kein Bonus vergeben werden (d.h. Mowe=Mokl).

Die Waffenklasse (Wk), die in die Berechnung der Mokl einfließt, richtet sich nach dem Trefferwurf. Nimm einfach die Waffenklasse einer Waffe mit dem gleichen Trefferwurf wie das Monster. Die Wk wird für jeden Angriff einzeln gezählt. Das bedeutet, daß bei einem Monster, das z.B. zwei Angriffe pro Kampfrunde mit je einem Tw von IW+4 hat, zweimal Wk 3 in die Berechnung der Mokl eingeht, gerade so als hätte es Wk 6.

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